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ABSTRACT
AUSGANGSLAGE
DAS PROJEKT
PROJEKTTEILE
PROJEKTDATEN |
Ausgangslage:
Regionale Herausforderungen im Gesundheitsbereich
Der Gesundheitsbereich ist in allen EU-Mitgliedstaaten
teuer, komplex und schwierig zu verwalten, Ungleichheiten
geben europaweit Anlass zur Sorge.
Durch die EU-Osterweiterung kommt es in der Grenzregion Österreich-Ungarn-Slowakei-Tschechien
(A-H-SK-CZ) zu ökonomischen und strukturellen Änderungen
im Gesundheitsbereich, die sich auf das Versorgungsangebot
sowie auf die Arbeitsmarktssituation und die touristische
Entwicklung auswirken. Davon betroffen sind Anbieter,
KonsumentInnen und Beschäftigte (intra-/extramuraler
Bereich, Wellness-Sektor, etc.) im Gesundheitsdienstleistungssektor.
Mit diesen Änderungen ergeben sich neue Herausforderungen
und Chancen für den Gesundheitssektor in der Grenzregion,
auf welche Politiker und Entscheidungsträger aus
der Wirtschaft reagieren müssen. Denn entscheidend
ist es, solche Entwicklungen zu erkennen und aktiv mitzugestalten.
Einschneidende Veränderungen
im Gesundheitssektor
Derzeit ist die medizinische Versorgungslage in der Region
durch ein deutliches Stadt-Landgefälle, Preis- und
Dienstleistungsunterschiede sowie einen regen „Gesundheitstourismus“ (z.B.
bei Zahnarzt- oder Wellness-Einrichtungen) gekennzeichnet,
die grenzüberschreitende Behandlung von NotfallpatientInnen
oder die Abgeltung grenzüberschreitender Kur- und
Rehabilitationsaufenthalte ist nicht geregelt.
Hinzu kommt, dass die klassischen Grenzen zwischen Medizin
und „Wellbeing“-Angeboten sich immer mehr
auflösen und die aktuelle Entwicklung im Gesundheitssektor
von einer Reparatur- und Rehabilitationsmedizin hin zur
Vorsorge- und Präventivmedizin geht.
Medizinische Einrichtungen, von Praxen bis zu Kurbetrieben,
müssen sich – um marktfähig zu bleiben – vermehrt
an den Bedürfnissen der KundInnen orientieren: Servicecharakter
und gezielte Marketingmaßnahmen sind gefragt, um
als „Gesundheitsdienstleister“ bestehen zu
können.
Der Gesundheitstourismus, zur Zeit eines der stärksten
Wachstumssegmente des gesamten Tourismussektors, spielt
im Grenzraum zwischen Österreich, Ungarn, Tschechien
und der Slowakei mit seinen umfangreichen Gesundheitsangeboten,
Gemeinschaftspraxen sowie Kur- und Thermaleinrichtungen
eine große Rolle. Gesundheitskultur hat in dieser
Region eine lange Tradition und ist ein historisch gewachsener
Wirtschaftsfaktor.
Wettbewerbsfähigkeit und Qualitätssicherung
Für Wien, Niederösterreich, Burgenland und
die Grenzregion H-SK-CZ bietet diese Umbruchphase einmalige
Chancen zur Neupositionierung als Wirtschafts- und Qualitätsstandort
für Gesundheitsdienstleistungen: entscheidend dafür
sind die Kenntnis der spezifischen Anforderungen und
die Art und Weise, wie diese gemeinsam bewältigt
werden.
Daher sind konkrete Strategien und Konzepte zur nachhaltigen
Entwicklung dieser Region sowie allen damit zusammenhängenden
rechtlichen und kostenrelevanten Veränderungen notwendig:
wichtig ist kooperatives Handeln zur Umsetzung von Maßnahmen,
die Nutzung von Synergien sowie die rechtzeitige Vernetzung
aller zuständigen Stakeholder aus Politik und Wirtschaft.
Dadurch kann die Wettbewerbsfähigkeit des Gesundheitsdienstleistungsangebots
in dieser Region und global auch in Zukunft erhalten
und gestärkt, Arbeitsplätze gesichert und neue
Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnet werden.
Eine Zusammenarbeit und Vernetzung dient nicht zuletzt
auch der Qualitätssicherung der Angebote der beteiligten
Betriebe und kann dazu beitragen die zentraleuropäische
Region als Qualitätsstandort für Gesundheitsdienstleistungen
in Europa zu etablieren.
Aufgabe der Politik
Das Anliegen der Europäischen Gemeinschaft - die
Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung - kann
nur durch gemeinsame Konzepte zur optimalen Gesundheitsversorgung
gewährleistet werden.
Strategien zur Verringerung von Ungleichheiten im Gesundheitsbereich
in der Gemeinschaft und zur Milderung ihrer Auswirkungen
erfordern koordinierte Maßnahmen in zentralen Politikbereichen.
Diese können der Sicherstellung des Zugangs zu Dienstleistungen
im Gesundheitswesen dienen, die Qualität von Gesundheitsdienstleistungsangeboten
sichern und die wirtschaftliche Entwicklung des Gesundheitssektors
positiv beeinflussen. So kann die Politik einen wichtigen
Beitrag leisten, um die zentraleuropäische Region
auf ihrem Weg zum Qualitätsstandort für Gesundheitsdienstleistungen
in Europa zu unterstützen.
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